Qualitätssicherung spielt in der Klebtechnik eine entscheidende
Rolle. Aktive Thermografieverfahren ermöglichen es, die erzielte
Qualität der Klebung in vielen Anwendungsgebieten der Klebtechnik
zerstörungsfrei und schnell zu prüfen. Für die breite
Vielfalt der Anwendungen steht eine Reihe von aktiven
Thermografieverfahren zur Verfügung.
:: Ultraschall-Anregung
Ultraschallangeregte
Burst-Phasen-Thermografie
Ultraschallangeregte
Lockin-Thermografie
:: Blitz-Anregung
Optischangeregte
Puls-Phasen-Thermografie
Optischangeregte
Lockin-Thermografie
Nichthaftende Grenzflächen, “Kissing Bonds”
LKT-Delamination
partielle
Verunreinigung, Öl
Der erfolgreiche Einsatz der Technik wird durch Forschung und
Dienstleistung kontinuierlich auf neue Klebstoffsysteme und Substrate
ausgedehnt.
Hierzu werden bekannte Defektmechanismen künstlich in die
Klebschicht initiiert. Neben den Defekten werden Substrat- und
Klebschichtdicke als ebenfalls wichtige Parameter dieser
zerstörungsfreien Prüfverfahren variiert.
Im realen Testbetrieb eignet sich das Verfahren besonders zum Abgleich
mit Testergebnissen intakter Referenzproben.
Passive Thermografie
Ergänzend zu den mechanischen Prüfverfahren können
Thermografie-Sequenzen von Probekörpern während der
Prüfung erstellt werden. Bereiche erhöhter mechanischer
Beanspruchung werden in den resultierenden Wärmebildern
visualisiert.
Geklebtes Hut-Profil während
hochdynamischer (Crash) Prüfung
Die Wärmebildsequenz des Hut-Profils zeigt Erwärmungen im
Bereich der konstruktiven Klebung (links und rechts) sowie in den
Kanten der Falten/Beulen Bildung.